Meerjungfrauen, Nixen, Nymphen und Sirenen

In unserem Fantasymonat dreht sich alles rund ums Meer, weshalb ich euch nun die vier bekanntesten Fantasywesen vorstellen will. Dabei werde ich euch natürlich auch Beispiele aus bekannten Büchern, Filmen oder Mythen geben.

meerjungfrau

Inhaltsverzeichnis

Meerjungfrauen, Nixen, Nymphen und Sirenen

Meerjungfrauen

Ich denke, jedem sind Meerjungfrauen ein Begriff. Sie sind Mischwesen aus Mensch und Fisch. Charakteristisch besitzen sie einen Fischschwanz anstatt Beine, in verschiedensten Farben. Je nach Literatur können sie an Land allerdings eine menschliche Gestalt annehmen. Sie leben bekanntermaßen im Meer.

Manche setzen Meerjungfrauen oder Meermänner gleich mit Meermenschen. Andere wiederum unterscheiden Meermenschen darin, dass Meermenschen auch im Wasser ihre menschliche Gestalt haben, ansonsten aber die Fähigkeiten der Meerjungfrauen besitzen. Gerade in Aquaman ist dies das genommene Bild der Meermenschen. Meerjungfrauen und Meermänner kennen wir aus Arielle, die Meerjungfrau oder aus der Serie H2O – Plötzlich Meerjungfrau.

Grundsätzlich werden Meerjungfrauen immer als gute Wesen dargestellt. In Fluch der Karibik jedoch wurden sie als Böse dargestellt, wobei die Macher dort Nixen und Meerjungfrauen gleichgesetzt haben. Rein mythologisch haben sie sich da einen Fauxpas geleistet. Wer also böse Meerjungfrauen haben will sollte den nächsten Abschnitt gut lesen.

Nixen

Die Nixen sind das bösartige Pendant der Meerjungfrauen. Auch wenn sie sich äußerlich ähneln, sind sie im Gegensatz zu ihnen von böser Natur. Viele sagen, dass Nixen und Meerjungfrauen ein und dasselbe darstellen, was jedoch nicht richtig ist.

Die Nixen können wie die Meerjungfrauen eine menschliche Gestalt annehmen an Land, werden jedoch nicht so farbenfroh beschrieben, sondern eher ihrem Charakter entsprechend düster. Der Legende nach habe Nikolaus von Myra als Schutzpatron der Seefahrer die Nixen aus den Gewässern verdrängt, weshalb sie zu seinen bösen Begleitern abgesunken sind.

Das Wort Nixe kommt vom althochdeutschen nihhus/nicchus und stammt aus der Zeit des Mittelalters, könnte aber auch noch älter sein. Neben der Nixe gibt es auch die männliche Form des Wassergeistes, der Nix genannt wird. Zusammen leben sie als Familie am Gewässergrund, also am Grund von Seen oder Flüssen.

Die Nixentöchter gehen jedoch an Land und mischen sich unter die Menschen, um auf Festen zu tanzen oder einkaufen zu gehen. Wenn sie das Land betreten, sehen sie aus wie Menschen mit zwei Beinen. Nur der Saum ihrer langen Kleider bleibt nass und tropft vor sich hin. In manchen Sagen ertränken die Nixen Fischer oder entführen Kinder, aber erst später zur Zeit der Romantik werden sie auch mal als freundlich dargestellt.

Nymphen

Nun kommen wir zu den zwei weniger bekannten Wesen, den Nymphen und den Sirenen. Nymphen haben immer einen menschlichen Körper. Aus Sicht der Mythologie unterscheiden sich die Nymphen außerdem sehr von den Meerjungfrauen.

Nymphen sind in der griechischen Mythologie junge, weibliche Naturgeister, die von den griechischen Göttern abstammen. Es gibt sehr viele verschiedene Nymphen, die alle unterschiedliche Orte der Natur bewachen und den Menschen oft helfen, wenn sie Hilfe benötigen. So gibt es Wasser- und Meeresnymphen, aber auch Baumnymphen, Berg-, Grotten- und Höhlennymphen sowie Wiesennymphen. Wenn der Fluss oder Baum, in dem sie leben, jedoch stirbt, dann müssen auch sie sterben.

Die Wassernymphen werden auch Najaden genannt und sind die Töchter von Zeus. Sie wurden an den einzelnen Gewässern von den Griechen oft als Fruchtbarkeitsgöttinnen verehrt oder ihre Gewässer galten als magisch und heilend. Es gibt eine ganze Reihe an Najaden, die alle eigene Namen tragen.

Die Meeresnymphen heißen auch Nereiden und sie sind die 50 Töchter des Nereus und der Doris und beschützen Schiffbrüchige und unterhalten Seeleute. Außerdem wurden sie in vielen altgriechischen Darstellungen auf dem Rücken von Delphinen oder Hippokampen reitend dargestellt. Hippokampen sind Mischwesen, die vorne Pferd und hinten Fisch sind. Die Nereiden und auch Najaden selbst hatten jedoch keine Fischschwänze.

Sirenen

Sirenen sind ganz klar bösartig. Sie leben wie die Meerjungfrauen im Meer und haben ebenfalls einen Fischschwanz. Jedoch wurden sie nicht immer mit Fischschwanz beschrieben. Denn ursprünglich waren sie als Mischwesen aus Mensch und Vogel bekannt. Auf den ersten Darstellungen von circa 650 v. Chr. waren sie Fischwesen mit menschlichem Kopf oder Oberkörper. Mit Fischschwanz wurden sie erst seit der Zeit des Mittelalters dargestellt.

Im Gegensatz zu den freundlichen Meerjungfrauen spielten die Sirenen in der griechischen Mythologie eine andere Rolle. Den Mythen nach lockten die Sirenen vorbeifahrende Seefahrer mit ihrem wunderschönen Gesang an, um sie dann von ihren Booten in die Tiefen des Meeres zu ziehen, sodass sie starben.

Am bekanntesten sind sie aus dem Mythos von Odysseus von dem Dichter Homer, der die Sage als erstes niederschrieb. Er beschrieb, dass zwei Sirenen auf einer Insel lebten und Seefahrer mit ihren Stimmen und dem Versprechen, ihnen die Zukunft weissagen zu können, anlockten. Aus Neugier wollte Odysseus den Sirenengesang hören. Um nicht verzaubert zu werden, ließ er seine Seefahrer ihre Ohren mit Wachs verstopfen und sich an den Mast des Schiffes binden, damit er die Sirenen hören konnte. Da er festgebunden war konnte er zwar ihre Stimmen und Versprechungen hören, aber nicht zu ihnen springen. Somit konnten sie an den Sirenen vorbeisegeln, ohne zu sterben.

Autorin: Sarah Ollenburg (Gast)

Sarah liest seit ihrer Kindheit Fantasy Bücher und später auch Thriller. Aktuell arbeitet sie an ihrer Debütreihe, die im Urban Fantasy Genre angesiedelt ist. Ihren Werdegang kann man auf ihrer Instagramseite @sarah.ollenburg mitverfolgen.

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