Hexen und Zauberer in der Antike

Die letzten Wochen drehten sich immer wieder um das Thema Zauberei und Hexerei. Heute wollen wir mal einen Blick in die Vergangenheit riskieren, obwohl man mit Magie wohl eher den Blick in die Zukunft wagt. Bereits in der Antike wurde die Fantasie der Menschen durch Erzählungen, Mythen und Sagen über magisch begabte Menschen angeregt.

Namen wie Medea, Kirke und Ödipus werden in diesem Beitrag fallen, doch wir werfen auch einen Blick auf die Götter, die mit magischen Fähigkeiten in Verbindung gebracht werden.

Hekate

Beginnen wir mit einer griechischen Göttin. Hekate! Auch heute wird diese Göttin immer wieder angesprochen, wenn es um Magie geht. Um ihren Beistand bei schwierigen Zaubersprüchen wird erfleht. Zumindest begegnet sie uns auch in modernen Serien und Filmen über Hexen und Okkultem. Denn Hekate galt schon in der griechischen Mythologie als Göttin der Verwandlung, Übergänge, Magie und Nekromantie.

Eine ihrer Priesterinnen war die zauberkundige Medea, eine Figur, die in der Weltliteratur, Kunst und Musik immer wieder auftaucht und neu interpretiert wird.

Apollon

Eine Form von Magie ist auch die Weissagung. Apollon ist der Gott, der den Menschen Botschaften zukommen lassen kann. Zwar hatte er noch deutlich mehr Funktionen, doch wir beschäftigen uns heute nur mit dem prophetischen Teil seiner Aufgaben als Gott der Weissagungen. Nicht er persönlich tritt an die Bittsteller heran. Wer eine Weissagung erhalten möchte, der geht zum Orakel von Delphi. Hier spricht der Gott durch die ausgewählte Priesterin, der sogenannten Phytia. Sie sitzt auf dem Dreifuß über einer Felsspalte innerhalb des Apollontempels.

Die bekannteste Prophezeiung, die dort ausgesprochen wurde, besiegelte das Schicksal von König Laios von Theben. Diesem wurde vorhergesagt, dass sein eigener Sohn ihn töten würde. Aus Angst vor dieser Zukunft, hat König Laios seinen neugeborenen Sohn aussetzen lassen. Doch ein Hirte übergab das Kind dem Königspaar von Korinth. Diese adoptierten den Jungen und zogen ihn auf. Jahre später, ohne zu wissen, was seine wahren Wurzeln sind, begegnen sich König Laios und sein erwachsener Sohn zufällig, ohne einander zu kennen. Im Streit kommt dabei Laios ums Leben, wird von seinem Kontrahenten erschlagen. Dieser junge Mann hieß Ödipus. Also eine durchaus bekannte Geschichte.

Circe

Die wohl berühmteste Zauberin der griechischen Mythologie ist Kirke (latinisiert Circe). Sie hat eine göttliche Herkunft, was vielleicht ihre Fähigkeiten erklärt. Als Tochter des Sonnengottes Helios und der Okeanide Perse, hat sie die Gabe, Menschen durch einen Trank in Tiere zu verwandeln, was sie auch sehr gerne nutzt. So lernen wir sie in der Odyssee als jene Magierin kennen, die Odysseus Gefährten in Schweine verwandelt. 

 

Doch nicht nur in Sagen finden wir Magier. Bereits in der Antike wurden der ein oder anderen realen Person magische Fähigkeiten zugesprochen. Eines der wohl ältesten Beispiele ist der altägyptischen Baumeister Imhotep. Wir sprechen hier von der Zeit um etwa 2650 vor Christus. Neben seinem Wissen in Architektur, wurden ihm auch Fähigkeiten in der Heilkunst nachgesagt und er war der Berater von Pharao Djoser. Im mittleren Reich, also lange nach seinem Tod, wurden Weissagungen von ihm erwähnt, diese sind jedoch nicht erhalten. Es bildeten sich Legenden um Imhotep, er habe die Hieroglyphenschrift erfunden, die Medizin, den altägyptischen Kalender, die Mumifizierung durch die getrennte Aufbewahrung der Organe in Kanopen verändert. Kein Wunder, dass diesem Multitalent irgendwann auch der Zusatz Zauberer angedichtet wurde. Und noch weniger erstaunlich ist es, dass genau diese reale Person auch die Macher in Hollywood inspiriert hat und sie ihn als Mumie zurückgeholten.

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